Heitmatkreisgemeinschaft Bartenstein/Ostpr. e.V.

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Zur Topographie:

Das etwa in der Mitte Ostpreußens gelegene Kreisgebiet, das sich in Nord-Süd-Richtung über etwa 45 km ausdehnt, erstreckt sich von den nördlichen Ausläufern des Baltischen Höhenrückens bis an das Zehlau-Bruch, das größte Hochmoor Ostpreußens. Dieses Gebiet wird von der Alle in ihrem mittleren Lauf zunächst in West-Ost-Richtung, dann ab der Gubermündung in Süd-Nord-Richtung durchflossen. Zwischen Schippenbeil und Friedland, etwa in der Mitte dieser Strecke und auf etwa 7 km Länge bildet die Alle die Grenze zum Nachbarkreis Gerdauen. Das Flusstal der Alle wie auch die ihrer Nebenflüsse im Kreisgebiet prägen auf unterschiedliche Weise das Landschaftsbild.
 Von der rechten Seite münden in die Alle der Zauselbach in Bartenstein, der Dost mit dem Drawing bei Rückgarben, die Guber in Schippenbeil und der Ellerngraben bei Lawdt. Von der linken Seite nimmt die Alle das aus der Juditter Senke kommende Friedländer Mühlenfließ und die Schwöne auf.
Die Oberfläche des Kreisgebietes hat für die Verhältnisse Ostpreußens relativ große Höhenunterschiede. Insgesamt weist es ein deutliches Gefälle von Süden nach Norden sowie ebenso von Westen nach Osten auf. Seine höchstgelegenen Punkte liegen im Südwesten (Turmberg bei Gallingen 121 m über NN). Die tiefstgelegene Stelle ist das Flusstal der Alle, wo sie im Nordosten bei Schöntritten das Kreisgebiet verlässt (8 m über NN).
Im Gebiet des ehemaligen Landkreises Bartenstein gibt es, anders als in weiten Teilen Ostpreußens, mit Ausnahme des Kinkeimer Sees keine größeren stehenden Gewässer natürlichen Ursprungs. Erst mit dem Bau des Ostpreußenwerkes und der Staudämme bei Friedland und Groß Wohnsdorf entstanden 1923 die beiden Alle-Stauseen zwischen Friedland und Schippenbeil sowie zwischen Groß Wohnsdorf und etwa Kipitten, die der Landschaft hier ein neues Gepräge gaben.
Ebenso wenig wie der Landkreis Bartenstein ein Land vieler Seen war, hatte er eine umfangreiche Bewaldung aufzuweisen. Nur 12 % seiner Fläche waren von Wald bedeckt. Dieser bestand zumeist nicht aus großflächigen Forsten, sondern war im überwiegenden Teil des Kreisgebietes auf zahlreiche kleinere und mittlere Waldstücke verteilt. Der Landesunkundige sieht im überwiegenden Teil dieses Gebietes fast immer Wald am Horizont und kann so leicht den Eindruck erhalten, sich in einer sehr viel waldreicheren Gegend zu befinden, als dies wirklich der Fall ist.